Egoismus – Killer betrieblicher Projektarbeit?

Die gute Nachricht zuerst: Projektarbeit hat sich im Tagesgeschäft von Unternehmen etabliert. Nur scheint das Instrument nicht praxistauglich zu sein. Studien belegen, dass mehr als zwei Drittel aller Projekte stagnieren oder völlig Schiffbruch erleiden. Konkrete Zahlen, wie viele Euro jährlich dadurch versanden, sind nicht bekannt. Kein Wunder, dass sich Skepsis bei Führungskräften und Mitarbeitern breit macht. Warum erreichen bloß etwa 20% aller Projekte das gewünschte Ziel? Die Antwort ist recht simpel, wird aber prinzipiell verharmlost.

Menschen menscheln!

Projektarbeit und Mannschaftssport haben einen gemeinsamen Nenner: Die Truppe steht und fällt mit ihrem Trainer. Als Coach und Manager führt er sein Team zum Sieg, sofern er die nötigen Kompetenzen mitbringt. Exzellente Fachkenntnis allein reicht nicht, „Soft Skills" sind mindestens genau so wichtig – das braucht Fingerspitzengefühl und Führungsqualitäten.

Denn sobald sich eine Person der Truppe profilieren will, gerät das Team ins Ungleichgewicht. Die Kraft, die zum Ausbalancieren benötigt wird, steht in keinem Verhältnis zum Ergebnis. Effektives Arbeiten verlangt volle Konzentration auf das Ziel. Für persönliche Befindlichkeiten, Ellbogenmentalität oder Karrieredenken ist innerhalb eines Projektes definitiv kein Platz.

Vorbereitung ist die halbe Miete!

Viele Projekte starten aus der Motivation heraus oder aus der Weisung „von oben". Die Mannschaft geht ins Spiel - einfach so drauflos. Stress ist vorprogrammiert. Wer ohne Ziel agiert, vergeudet seine Ressourcen. Wer hingegen im Vorfeld seinem Auftraggeber Sinn und Zweck des Projektes abringt, setzt von Anfang Prioritäten und kennt die Hard Facts, wie z. B. Budget, Zeitrahmen, Personal. Solches Handeln erfordert mentale und kommunikative Stärke.

Deshalb beauftragen Unternehmen zunehmend externe Projektleiter. Sie sind weder betriebsblind noch lassen sie sich vor irgendeinen Karren spannen. Ihr eigenes Interesse gilt der straffen, fruchtbaren Zusammenarbeit und dem Projekterfolg.

Impulse von außen!

Interim Managern haftet immer noch das Image der Feuerwehr an. Retten – Löschen - Bergen! Schade. Management auf Zeit hat einen entscheidenden Vorteil: Die Aufgabe ist zeitlich befristet und frei von innerbetrieblichen Machtspielchen. Die Hauptrolle bekommt das Projekt, nicht der Konflikt. Derartiges Leadership muss nicht die Führungsposition übernehmen, sondern assistiert, stärkt und korrigiert Kapitän und Mannschaft. Einem Interim Manager geht es immer um die Sache. Er thematisiert, reflektiert und stützt seine Leute. Systemkonformes Handeln schadet seiner Reputation.

Klaus Peters

Nur was sich rechnet ist gut.

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