Loyalität ist modern – und keine Einbahnstraße

Manchmal stimmen althergebrachte Weisheiten ja doch: Früher war alles besser! Oder zumindest einfacher. Nämlich die Loyalität der Mitarbeiter zu „ihrem" Unternehmen. Treue hieß das damals, und die galt meist ein ganzes Arbeitsleben lang. Was der Vorgesetzte sagte, war richtig. Und die Firma hatte immer recht. So weit, so einfach, so lange her.

Der Wandel von Firmen zu Netzwerken

Und heute? Wie soll Loyalität in modernen Unternehmen wachsen – wenn die Firmen und ihre Töchter über die ganze Welt verstreut sind und praktisch zu Netzwerken zerfallen. Vor allem jedoch: Wenn die Mitarbeiter dutzenden unterschiedlichen Kategorien angehören, von Festangestellten über Leiharbeiter bis hin zu Honorarkräften, freien Mitarbeitern und Praktikanten. Alle mit unterschiedlichen Arbeitsverträgen, Erwartungen, Aufstiegschancen. Da muss Loyalität geradezu zwingend eine neue Qualität bekommen.

Schließlich spielt Loyalität in deutschen Unternehmen nicht mehr die Rolle früherer Zeiten. Zu antiquiert! Loyale Mitarbeiter stehen weiter unten auf der Wunschliste als kreative, dynamische oder flexible Beschäftigte.

Dieser Stellenwert der Loyalität ist jedoch nicht angemessen. Schließlich wird innere Verbundenheit an anderen Stellen des Geschäftslebens hoch geschätzt und gefördert: Kunden-, Investoren-, Lieferanten- und öffentliche Loyalität sind wichtige Ziele. Alle bilden gemeinsam einen Kreislauf, der nur mit sämtlichen Beteiligten funktioniert. Und jede Art der Loyalität basiert prinzipiell auf der Loyalität des Mitarbeiters zum eigenen Betrieb. Nur wenn die Mitarbeiter von ihrer Firma überzeugt sind und herausragende Leistungen bringen, können sie andere überzeugen: nämlich Investoren, Lieferanten, die Öffentlichkeit und selbstverständlich die Kunden.

Je stärker sich ein Mitarbeiter seinem Arbeitgeber verbunden fühlt, desto eher ist er oder sie bereit, sich überdurchschnittlich zu engagieren. Loyale Mitarbeiter denken mit – auch an das Firmenwohl. Sie identifizieren sich stärker und handeln im Sinne des Unternehmens.

Gegenüber Personen loyal

Loyalität wird jedoch vorrangig Personen entgegengebracht – und weniger Institutionen. Ein direkter Draht und ein gutes persönliches Verhältnis zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern wirken Wunder.

Darüber hinaus lässt sich Loyalität im Unternehmen systematisch pflegen und fördern. Zum Beispiel durch Offenheit quer durch alle Ebenen, durch Information und Vertrauen. Durch ein angenehmes Betriebsklima. Und, nicht zu vergessen, durch aktive Anerkennung der Arbeit, die der Mitarbeiter tagtäglich leistet. Schließlich funktioniert Loyalität genau wie die Liebe - nicht wie in einer Einbahnstraße. Führungskräfte müssen ihre Mitarbeiter begeistern, sie müssen Werte schaffen – für die sich der Mitarbeiter dann gern engagiert.

Auf diese Weise wird Loyalität zum Unternehmen wieder hochmodern. Weil sie sich auszahlt. Für die Firma in Form von motivierten Mitarbeitern. Und für jeden Beschäftigen – im täglichen Arbeitsalltag wie beim Blick auf den Gehaltszettel.

Klaus Peters

Nur was sich rechnet ist gut.

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